Alt Text Generation (ATG)
HTL Mössingerstraße

Was der Screenreader nicht sieht
Das Problem ist nicht technisch, sondern organisatorisch. Alt-Texte werden heute in Handarbeit gepflegt, in Shops mit Hunderttausenden Produktbildern meist lückenhaft oder gar nicht. Ab 2025 macht der EU Accessibility Act digitale Barrierefreiheit verpflichtend. Unternehmen stehen vor einem Berg an Arbeit. Ana-Maria Frank, Leopold Klocker und Stefan Ebner entwickelten in Kooperation mit der Grazer Digitalagentur NETCONOMY und betreut von Dipl.-Ing. Dr. Daniel Wischounig-Strucl eine Lösung: ATG generiert Alt-Texte automatisch, mehrsprachig und mit eingebauter Qualitätskontrolle.
Der Clou ist nicht die KI selbst, sondern was um sie herum gebaut wurde. Ana-Maria übernahm die Integration von Google Gemini, einem Bild-zu-Text-Modell, und feilte monatelang an den Prompts, damit die generierten Beschreibungen präzise bleiben und nicht in allgemeines Gerede abgleiten. Stefan baute den Core Service mit REST-API, damit sich ATG direkt in bestehende Content-Plattformen einbinden lässt. Leopold entwickelte die Datenbank und eine Admin-Oberfläche, auf der die Qualitätssicherung sichtbar wird: Jeder Alt-Text bekommt von der KI selbst eine Bewertung. Texte mit niedrigem Score werden hervorgehoben und können manuell korrigiert oder neu generiert werden.
Das System verarbeitet einzelne Bilder oder ganze CSV-Listen mit Tausenden Produktbildern auf einmal. Ein Händler kann seinen gesamten Katalog hochladen, ATG generiert deutsche, englische und weitere Alt-Texte, markiert schwache Beschreibungen und lässt den Rest einfach laufen. Was bisher Wochen Handarbeit bedeutet hätte, erledigt das System in Minuten. So bleibt im Online-Shop kein Bild mehr ohne Stimme.
HTL Mössingerstraße, Klagenfurt | Ana-Maria Frank, Leopold Klocker, Stefan Ebner | Betreuung: Dipl.-Ing. Dr. Daniel Wischounig-Strucl | Partner: NETCONOMY GmbH