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Bild Kategorie Sustainability

Untersuchungen zu Metall-Luft-Akkumulatoren

HTL Braunau

2021/22

Erfolge bei Jugend Innovativ

Anerkennungspreis

Sustainability

EUR 500,-


Sie sind nachhaltiger als übliche Lithium-Ionen-Akkus, aber ihr Einsatz geht mit einigen Herausforderungen einher: Zwei Diplomanden an der HTL Braunau widmen sich vielversprechenden Metall-Luft-Akkus auf Zinkbasis.

zum TEAM-CLIP

„Wir präsentieren Ihnen den ,RegioZAk‘ – mehr Nachhaltigkeit passt in keinen Akku.“ So geht die ansprechende Werbung für ein Produkt, das aus den Forschungen von Jonas Schmidt und Sebastian Schulz hervorgehen könnte. „Nachhaltigkeit liegt in der Luft“, könnte ein weiterer Slogan lauten. Das Geschäftsmodell basiert auf der hypothetischen Annahme eines einwandfrei funktionsfähigen Metall-Luft-Akkus mit Marktreife. Es umfasst das Angebot eines vom Rohstoff bis zum fertigen Endprodukt in Europa hergestellten Metall-Luft-Akkumulators auf Basis von Zink, besonders geeignet etwa in Speicherstationen für E-Autos.

Zink. Zack! Schon werden die Ohren gespitzt. Denn wenn es gelänge, Metall-Luft-Akkus genauso leistungsstark zu machen wie die typischen Lithium-Ionen-Varianten, könnte man Energie mindestens zehnmal so nachhaltig speichern. Freilich ist das eher noch Zukunftsmusik. Zuvor mussten die beiden in den Laboren der HTL Braunau Grundlagenforschung betreiben: Mittels 3D-Druck mussten verschiedene Prototypen erstellt und mit den Akkubauteilen Anode, Kathode und Elektrolyt versehen werden. Letzterer – der flüssige Faktor des Ganzen – war dabei gerne auf der Flucht. Den beiden dämmerte, dass ak(k)ute Dämmmethoden zur Wahrung der Luftfeuchtigkeit im Akku hermussten. Die erreichten so kreative Höhen, dass die finale Lösung gar einen eigenen Namen erhielt: die HumidyBox.

Sobald die gefunden war, ging es ZAk, ZAk, ZAk mit den Messungen zum Zink-Akku: Strom, Spannung, Zyklenfestigkeit und optische Anomalien an der Anode wurden unter die Lupe genommen. Die – akkumulierten! – Messdaten legen weitere Herausforderungen offen, die die Teammitglieder und ihre Braunauer Nachfolgerinnen und Nachfolger in Angriff nehmen werden.