2018/19

VR Class

HTBLuVA Salzburg

VR Class

Die Welt des Unterrichtens nimmt neue Dimensionen an – durch einen Klassenraum in einer Virtual Reality.​​​

Wie das wohl wäre, in Geografie durch die Sahara zu wandern oder den Mount Everest zu besteigen? Wie das wohl wäre, in Geschichte dem ägyptischen Pyramidenbau beizuwohnen? Wie das wohl wäre, in Deutsch dem Herrn Geheimrat Goethe zu begegnen und mit ihm über den „Erlkönig“ zu diskutieren? Oder in Physik die Planeten unseres Sonnensystems aus nächster Nähe zu erleben? Wie das alles wäre? Na großartig, genial, äußerst sinnvoll, im Falle der Sahara natürlich auch heiß. Äußerst sinnvoll deshalb, weil so theoretisch vermitteltes Schulwissen mit allen Sinnen aufgenommen und erfahrbar werden kann. Tja und weil das so großartig, genial und äußerst sinnvoll wäre, haben neun Schülerinnen und Schüler der HTBLuVA Salzburg einen Weg gefunden, das zu realisieren: VR Class.

In seinem Medienprojekt beschloss das Team, technische Fortschritte in pädagogischen Kontext zu setzen, und zwar virtuell, aber auch real. Bei einer VR, also Virtual Reality, wird computergestützt eine Art Parallelwelt erschaffen, in die eine Betrachterin oder ein Betrachter beispielweise mithilfe einer speziellen VR-Brille ganz – also dreidimensional – eintauchen kann. Das Erlebte wird dadurch viel plastischer und „real“.

Bei „VR Class“ handelt es sich um eine interaktive Virtual-Reality-Software, die Lehrende, Schülerinnen und Schüler auf innovative Art und Weise miteinander interagieren lässt. Eine Lehrperson kann beispielsweise anhand von Modellen, Umgebungen, Erkundungsmöglichkeiten und verschiedenen Orten Lernstoff unterrichten, der bisher – über konventionelle Unterrichtsmethoden – nur schwer vermittelbar war. Dabei ist übrigens egal, ob man gemeinsam in einer Schulklasse oder an unterschiedlichen Enden der Welt sitzt! Zur Veranschaulichung der Möglichkeiten von „VR Class“ wählte das Team das allumfassende Modell des Sonnensystems und lässt damit zehn- bis 15-jährige Schülerinnen und Schüler nach den Sternen greifen.

Ziel ist es, mit dem Modell auch Lernstoffe anderer Unterrichtsfächer virtuell und real erfassbar zu machen. Vielleicht könnte man sich dadurch auch mit Einstein treffen und mit ihm eine virtuelle Realitätstheorie aufstellen … Hm, wie das wohl wäre?

Fotocredit: (c) VOGUS