2019/20

Surfbrett aus nachhaltigen Rohstoffen

Holztechnikum Kuchl

Surfbrett aus nachhaltigen Rohstoffen

Sie sind nur halb so schwer und komplett nachhaltig: Mit Surfbrettern für die nächste Generation erobern drei Schüler am Holztechnikum Kuchl die Welt der Wellen.​​​

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Man schließe die Augen und träume – von blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein, einem goldgelben Sandstrand und einem ordentlichen Lüftchen. Dazu lasse man sich die folgenden Begriffe auf der Zunge zergehen, die alle mit dem aktuellen Projekt zu tun haben: Paulowniaholz, Balsaholz, Leinölfirnis, Carnaubawachspolitur. Das klingt ja schon nach dem Reiten auf der perfekten Welle! Und tatsächlich waren diese ökologischen und nachhaltigen Materialien Teil der Versuche von Tom Bardeck, Daniel Prähauser und Florian Warter, um ein Surfbrett zu entwickeln.

Aber nicht irgendeines: Die drei Schüler der HTL Holztechnikum Kuchl machten es sich zur Aufgabe, nachhaltig und leicht zu produzieren. In der Regel bestehen Surfbretter im Kern aus Hartschaum oder anderen Erdölprodukten. Sie verwendeten stattdessen die bereits erwähnten Balsa- und Paulowniahölzer aus gut bewirtschafteten Wäldern. Außerdem überprüften sie, mit welchen Wachsen, Harzen und Ölen sie ihre Boards behandeln konnten, um sie vor dem schnellen Verschleiß durch Salzwasser zu bewahren. Hier erwies sich Leinölfirnis als ideal. Die so genannten Finplugs entstanden mittels 3D-Drucks aus Holzfilament, der Leim war auf Basis von Milchprodukten hergestellt. Alles ganz natürlich.

Nun sollen die Bretter, die das Surfen bedeuten, zwar die Sportlerin oder den Sportler tragen, aber bis dahin muss blöderweise die Sportlerin oder der Sportler das Brett tragen. Mit geschickt platzierten Hohlräumen im Kern konnten Bardeck, Prähauser und Warter das Gewicht mehr als halbieren, von sonst acht auf unter vier Kilo.

Exakt definierte Arbeitspakete und Deadlines brachten das Team zum Erfolg. Die Vermarktung der edlen Hölzer mithilfe von Social Media ist der nächste Meilenstein. Dann ist aber wirklich Zeit für Ferien: Sandstrand, Sonne, Surfen. Diesmal aber mit offenen Augen.

Fotocredit: © aws, BTTR Agency