2018/19

Streampy

HTBLA Leonding

Streampy

Eine App kombiniert Musik von verschiedenen Streamingplattformen und ermöglicht das Finden von Songs aufgrund von Textzeilen.​​​

Es gibt wenig Nervigeres, als wenn auf einer Party jemand ein Lied mittendrin unterbricht. Und wenn es noch so blöd und untanzbar ist, lass es doch wenigstens zu Ende spielen. Auch recht mühsam kann es werden, wenn zwischen den einzelnen Songs immer wieder Pausen entstehen. Stefan Stanzel stieß das auf einer Geburtstagsfeier sauer auf. Der Grund war, dass nach bestimmten Titeln gesucht wurde, die nicht alle auf derselben Streamingplattform zu finden waren. Die zuständigen DJ-Menschen mussten sich dann also auf YouTube oder andernorts auf die Suche machen.

Da die Party also eh schon nicht so prickelnd war, hatte der Schüler der Leondinger HTBLA Zeit, sich seine Gedanken zu machen. Und so kam ihm die Idee für eine App auf Handy oder PC, die das Hören von Musik auf mehreren Streamingdiensten ermöglicht. Auf diese Weise sollte die Abdeckung des gesamten Musikmarkts an einem Abend um die Hälfte ansteigen. Außerdem sollten individuelle Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden, die sich eine Listung bei den Big Playern wie Spotify und Apple nicht leisten können.

Gemeinsam mit drei Kollegen außerhalb der Schule – einem gesunden Mix von passionierten Software-Entwicklern und Organisationstalenten – tüftelte und programmierte er also an Streampy, seiner plattformübergreifenden Playlist-App für iOS, Android und das Web. Apropos „play“, Streampy hat eine Reihe verspielter Zusatzfunktionen. Aufgrund von Hörverhalten und geografischer Position der Userin oder des Users kann je nach Aufenthaltsort die perfekte Musikliste zusammengestellt werden. Mehrere Teilnehmende einer Party können im Vorhinein an einer Playlist arbeiten. Und mit einer Textsuche lassen sich Songs aufgrund der Kenntnis einzelner Textpassagen finden.

Die zugehörige Start-up-Firma, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ist auch bereits auf den Weg gebracht und rockt. Und rollt. Und gewinnt Preise. Und spottet (mit s, nicht mit sch!). Und streamt elegant vor sich hin (ebenfalls mit s). Und besucht fleißig Ssssstart-up-Events. Und wer dort auf den After-Messe-Partys für die Musik zuständig ist, ist natürlich völlig klar.

Fotocredit: (c) VOGUS