2018/19

ShakerPro

HTL 3 Rennweg Wien

ShakerPro

Eine Kombination aus Trinkflasche und Trainings-App senkt das mitgeführte Gewicht beim Sport.​​​

In den Fitnessstudios locken sie mit Power: mit Proteinshakes und Drinks, die beim Sport den Elektrolythaushalt aufzuräumen versprechen. Mögen manche, finden andere zu süß. Aber zumindest Wasser sollte der oder die Strampelnde doch dabeihaben: Was wir loswerden wollen, wenn wir trainieren, ist in der Regel schließlich nicht die Flüssigkeit in unserem Körper – auf Schweiß könnten wir gut und gerne verzichten –, sondern das Fett. Also braucht es eine Trinkflasche. Dazu noch den Schrittzähler, das Handtuch, den Schlüssel zum Garderobenkastl, das Handy, die Kopfhörer und vielleicht noch ein Buch, damit dem Kopf nicht fad wird, während Rumpf und Beine sich auspowern. Ins Fitnessstudio gehen, kann sich heute fast ein bisschen anfühlen wie verreisen.

Den Spaß am Sport lassen sich Marco Di Benedetto, Jan Leszczyk, René Oberhuber und Richard Zhang dadurch nicht verderben. Aber optimieren wollen die vier Schüler der Wiener HTL 3 Rennweg dann doch etwas daran. Vor allem da es so einfach geht. Die flaschengeistreiche Idee: Geben wir der Flasche ein Hirn – also eine komplexe Elektronik zur Messung von Körperdaten. Und einen Magneten, mit dem wir sie an den Trainingsgeräten befestigen können. Und eine LED-Anzeige, die uns alle möglichen Informationen gibt. Wie die Anzeigen im Auto, nur sportlicher.

Wo Sport ist, zählen Zahlen. Also: Der ShakerPro fasst mindestens 0,7 Liter, sein Akku läuft mindestens zwei Stunden lang. Eine Waage wiegt Pulver bis 100 Gramm ab und ermöglicht eine exakte Dosierung des Proteinshakes. Über Bluetooth ist der schlaue Schüttler mit einer Smartphone-App verbunden, auf der Trainingspläne erstellt werden können. Die Werte geschaffter und noch zu schaffender Übungen, Wiederholungen und Sätze werden dann wiederum auf der LED am Gehäuse angezeigt, ein Drehschalter ermöglicht das Switchen zwischen den Werten.

Wer hätte gedacht, dass das Trinken etwas Sportliches bekommen könnte? Der Marathon bis zum Projektziel war für die vier Teilnehmer jedenfalls kein Staffellauf: Sie starteten zwar getrennt mit unterschiedlichen Aufgaben, doch die verschmolzen mit der Zeit immer mehr, sodass sie als geschlossenes Viererteam die Ziellinie überquerten.

Fotocredit: (c) VOGUS