2019/20

Hexacell

HTBLVA Ferlach

Hexacell

Eine Kärntner Institution suchte eine neue Idee zum Aufbau ihrer Messestände. Das Projektteam der HTBLVA Ferlach gestaltete pfiffige Sechsecke in verschiedenen Größen und luftig-leichtem Design.​​​

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Woran ich eine Messe messe? Natürlich daran, ob ich dort interessante Dinge erfahre. Aber auch daran, wie mir diese Dinge präsentiert werden. Wenn ich den Messestand aufbauen muss, will ich außerdem, dass das relativ leicht geht. Das Forschungsunternehmen Wood K plus aus St. Veit an der Glan erkannte bei seinen eigenen Messeständen diverse Missstände: Sie waren zu kompliziert, die Einzelteile zu schwer, der Aufbau zu langwierig.

Wie praktisch, dass ein neuer Mitarbeiter der Einrichtung ehemals Lehrer an der HTBLVA Ferlach war. Dort suchten eine Schülerin und drei Schüler nach einem spannenden Diplomarbeitsthema, und Wood K plus servierte es ihnen sozusagen auf dem Holztablett. Nach dem Besuch einer Messe sahen Raphael Dermutz, Melani Drljepan, Samuel Schurian und Luca Trua mit eigenen Augen, wo das Problem lag, und machten sich an diverse Entwürfe. Einer davon stach dem Management der beauftragenden Firma sofort ins Auge, weil er die sechseckigen Os im Firmenlogo zum Leben erweckte: Module in Form verschieden großer Hexagone, also Sechsecke. Diese entsprechen auch den Wabenzellstrukturen in der Natur, also erhielten sie den Projektnamen Hexacell.

Aus den Modulen lassen sich Regale für Modelle und Broschüren ebenso zusammenstellen wie Tische und Stühle zur Anbahnung von Geschäften am Messestand. Elegant ist das alles, weil insgeheim Mathematik eine Rolle spielt: Eine Seite ist beim größten Sechseck zweimal so breit wie beim zweitmeisten, viermal so groß wie beim kleinsten. Beim Transport lassen sich die Module ineinanderschieben, der Aufbau ist unkompliziert und jedes Mal flexibel gestaltbar. Denn damit der Messestand was gleichschaut, sollte er nicht immer genau gleich ausschauen. Hex hex!

Fotocredit: © aws, BTTR Agency