2018/19

Flamoos Junior-Company – Biologischer Luftreiniger für Innenräume

HTL Mödling

Flamoos Junior-Company – Biologischer Luftreiniger für Innenräume

Die Junior-Company beauftragt und vertreibt das Produkt „Flamoos Air“. Als ästhetisches Möbelstück verpackt, filtern Moosflächen in Innenräumen Schadstoffe aus der Atemluft.​​​

In den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts waren sie mal modern: Luftbefeuchter. Oder waren es Luftentfeuchter? Oder gab es beides? Jedenfalls standen in westlichen Wohn- und Schlafzimmern Kästen herum, die man einschalten konnte, die dann ein Geräusch machten und irgendwie gut für die Innenraumluft sein sollten. Vor allem aber waren diese Teile eher nicht so schön, und sie verbrauchten Strom.

Gute Luft produziert die Erde doch selbst, wissen Lucas Bauer, Moritz Lang, Alexander Neubauer, Fabian Reisacher und Florian Zogaj. Die muss doch nicht erst von einem Elektrogerät produziert werden. Eine gute Grundidee für eine Junior-Company. Da die fünf aber die 4. Klasse der Abteilung Wirtschaftsingenieurwesen an der HTL Mödling besuchen, wissen sie außerdem: Es ist auch notwendig, Kohle zu scheffeln. Oder, ökologischer formuliert: Ohne Moos nix los. Bitte wos? Moos! Und damit hatten sie schon ihre Geschäftsidee mit Alleinstellungsmerkmal.

Wenn in manchen Städten eigens moosbedeckte Möbel aufgestellt werden, die die Umgebungsluft filtern und Schadstoffe reduzieren, warum dann nicht ähnliche Exponate – etwas kleiner – in Innenräumen aufstellen? „Flamoos Air“ klingt zwar wie eine Fluglinie, reinigt die Luft aber, anstatt sie zu verpesten. Die Islandmoosfläche, angebaut auf Holz aus österreichischen Wäldern, hat 70 x 100 x 22 cm und hübscht den Raum auch ästhetisch auf – bei Bedarf können Farbe und Bauform individuell angepasst werden. Feinstaub, Stickoxide und Kohlenmonoxid werden jedenfalls ganz unindividuell eliminiert. Damit die Kundinnen und Kunden aber nicht über den gestiegenen Betreuungsaufwand mo(o)sern, haben die flamoosen Unternehmer noch ein weiteres Special in petto: ein automatisches Bewässerungssystem. Zugegeben, das muss an den Strom angeschlossen werden, aber das generiert immer noch einen geringeren Verbrauch als die ursprünglich geplante Variante mit Akkus.

Schulklassen und Büros, berühmt für ihre Stickigkeit, sind ideale Entfaltungsorte für das Moosmöbel. Möglicherweise ja ein Anreiz für die Burschen, nach dem Erfolg ihrer Übungsfirma die Samen für ein Start-up-Unternehmen zu pflanzen: Lizenzierung an Tischlereibetriebe, Umsatzbeteiligung ... sooo viel Moooos!

Fotocredit: (c) VOGUS