2019/20

Apfeltwist – statt Plastikmist

HTL für Lebensmitteltechnologie Wels

Apfeltwist – statt Plastikmist

Ein dreizehnköpfiges Team der HTL Wels hat den umweltfreundlichsten – und geschmackvollsten – Trinkhalm der Welt kreiert. Nach dem Trinken kann man ihn einfach aufessen.​​​

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Das Problem bei Strohhalmen ist ja, dass sie schon lange nicht mehr aus Stroh sind. Die meisten müsste man eigentlich Trinkhalme nennen, denn sie bestehen aus Plastik und töten viele Fische, wenn sie irgendwann im Meer landen. Einige von uns verzichten daher komplett auf den Zwischenschritt zwischen Glas und Mund, andere produzieren – schöne, aber leider oft schwer abwaschbare – Trinkhalme aus Metall. Einem vierten Jahrgang an der HTL Wels ist jetzt aber etwas noch viel Klügeres eingefallen: ein Halm, durch den man zuerst trinkt und den man dann aufessen kann. Damit greift das Team das wichtige Thema Kreislaufwirtschaft auf.

Das Rezept – im Detail hervorragend dokumentiert – orientiert sich an etwas, das ähnlich aussieht wie ein Trinkhalm: einer ungekochten Spagettinudel. Die hat halt in diesem Fall ein Loch, und statt Mehl werden Erbsenfasern verwendet. Die Hauptzutat jedoch ist Apfeltrester. Da dieses Abfallprodukt der Herstellung von Apfelsaft einen Stoff namens Pektin in hohen Anteilen enthält, bleibt der „Apfeltwister“, wie der Halm genannt wird, im Cocktail länger stabil als die Nudel im Nudelwasser. Außerdem dürfen sich Veganerinnen, Vegetarier, Diabetikerinnen und fast alle Allergiker sorgenfrei Schlürf- wie Schmausegenuss hingeben.

Alina Böhm, Andreas Bräuer, Verena Hatzmann, Tim Kaltenböck, Viktoria Kletzmayr, Verena Kreutzmayr, Katharina Lehner, Caroline Mayerhofer, Anja Ornetzeder, Viktoria Preslmayr, Maximilian Raab, Jessica Raberger und Leonie Unterholzer: Die reizenden Dreizehn bilden ein großes Team, das sich aber von Anfang an in zwei Gruppen aufteilte und mit regelmäßigen Besprechungen Struktur ins Projekt brachte. In diesem Sinne: Prost (und dann) Mahlzeit!

Fotocredit: © aws, BTTR Agency