Jahrgang 2011/12

Mach mit! - Gemeinde Edition


Unbürokratisch helfen

Mach mit! - Gemeinde Edition, Unbürokratisch helfen
Die Meldungen über kaputte Straßenbeleuchtungen, von Schlaglöchern am Gehsteig oder Fahrbahnschäden sind klassische Zustände, die die Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen und der öffentlichen Verwaltung erfordern. „Mach mit!“ soll diese Abläufe erleichtern und beschleunigen. Dabei fungiert die App, die seit kurzem als kostenloser Download zwischen WienerInnen und den Magistratseinrichtungen vermittelt, als Schnittstelle. Unbürokratisch, einfach und punktgenau.


Mehrere Auszeichnungen belegen das innovative Potenzial des Produkts, das Markus Vorraber und Hans-Peter Wiedner, zwei Schüler der BHAK Weiz motiviert hat, hunderte Stunden in die Entwicklung einer ähnlichen Applikation zu investieren. Zum einen war da ihr Interesse an der Entwicklung mobiler Devices, also Smartphones, Tablet PCs, Personal Nagivation Assistants und ähnlichen Geräten. Zum anderen faszinierte sie aber auch der spannende Gedanke, die von Facebook & Co bekannten Gewohnheiten für die Gemeindeverwaltung zu nutzen. Aus dieser Perspektive erhält das Wahrnehmen, Posten und Teilen nämlich eine neue Bedeutung als Beitrag zur E-Demokratie und beweist die gesellschaftspolitischen Einsatzmöglichkeiten mobiler Applikationen, die über das reine Spielvergnügen hinausgehen.

Was in der Großstadt funktioniert, soll sich in Landgemeinden ebenso bewähren, dachten die beiden und begannen mit der Entwicklung einer eigenen Adaptierung des Partizipationsmodells. Let’s keep in touch. Den „Mach Mit!“ – Slogan nahm der Betreuer des Duos, Udo Payer, wörtlich und fragte bei den Grazer App-SpezialistInnen von Datentechnik um Unterstützung für das Schülerprojekt an. Die Zusage kam prompt und brachte den Schülern gleich die Definition ihres Ziels und wertvolles Know-how. Dies wäre erreicht, wenn der Prototyp fertig und der Webservice programmiert ist und die Kommunikation zwischen Applikation und Datenbank funktioniert.

Davor stand für Wiedner und Vorraber allerdings ein Intensivkurs in Java am Plan, eine Programmiersprache, mit der sich das Vorhaben der beiden auf Smartphones und ins Web übertragen ließ. Mit der Android-basierten Software wird beispielweise das Schlagloch im Asphalt fotografiert, danach werden Bilder, Textnachricht und Position an die PHP-basierte Plattform weitergeleitet. Per Handy können sich die zuständigen Gemeindebediensteten ein Bild vom Ausmaß des Schadens machen. Sie werden zur schadhaften Stelle geführt und dokumentieren per Smartphone selbst die Details der Reparatur, die in einer gemeinsamen MySQL Datenbank gespeichert werden. Schnell und unbürokratisch.


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